Glossar

Viele Themen aus diesem Glossar vertiefe ich auch in meinem Buch
„Mein Schwangerschaftskompendium“.

A

Ab wann Rückbildung

Rückbildung beginnt bereits kurz nach der Geburt – mit sanften Atem- und Körperübungen im frühen Wochenbett. Später wird die Rückbildung intensiver begleitet, zum Beispiel durch deine Hebamme oder einen Rückbildungskurs. Etwa sechs bis acht Wochen nach der Geburt kannst du meist mit einem Kurs beginnen. Nach Kaiserschnitt oder Komplikationen kann ein späterer Einstieg sinnvoll sein.

Ab wann darf ich mein Baby tragen

Tragen ist ab Geburt möglich und sinnvoll. Neugeborene lieben Nähe, Körperkontakt und Bewegung. Richtiges Tragen unterstützt die körperliche und emotionale Entwicklung deines Babys und kann euch den Alltag erleichtern.

Alleingeburt (Freebirth)

Eine Geburt ohne medizinische Begleitung.

Alkohol

Alkohol in der Schwangerschaft kann dem ungeborenen Baby schwer schaden und Entwicklungsstörungen verursachen. Deshalb empfehle ich dir, in der Schwangerschaft vollständig darauf zu verzichten.

Auch in der Stillzeit geht Alkohol in die Muttermilch über. Wenn du dazu Fragen hast, sprich mit deiner Hebamme über sinnvolle Stillpausen, Abpumpen oder alternative Fütterungsmöglichkeiten.

Anhock-Spreiz-Haltung

Die natürliche Haltung deines Babys beim Tragen: Die Beine sind angehockt, die Knie höher als der Po und der Rücken leicht gerundet. Diese Haltung unterstützt die gesunde Hüftentwicklung.

Anlegen

Das Anlegen beschreibt die Positionierung deines Babys an der Brust zum Stillen. Ein gutes Anlegen unterstützt schmerzfreies Stillen, effektives Trinken und eine gute Entleerung der Brust.

Apgar-Score

Eine erste Einschätzung des Zustands deines Babys direkt nach der Geburt. Bewertet werden Atmung, Herzschlag, Hautfarbe, Muskelspannung und Reflexe nach 1, 5 und 10 Minuten.

Ausschabung (Kürettage)

Ein medizinischer Eingriff, bei dem Gewebe aus der Gebärmutter entfernt wird – zum Beispiel nach einer Fehlgeburt oder bei bestimmten Blutungsstörungen. Heute wird je nach Situation oft auch schonender per Absaugung gearbeitet.

Außerklinische Geburt

Eine Geburt zuhause oder im Geburtshaus. Sie ist für gesunde Frauen mit unkomplizierter Schwangerschaft eine sichere Möglichkeit, selbstbestimmt und hebammengeleitet zu gebären.

 

B

Babyblues

Ein emotionales Stimmungstief in den ersten Tagen nach der Geburt. Hormonumstellung, Erschöpfung und die große Veränderung nach der Geburt können dazu beitragen. Der Babyblues klingt meist nach wenigen Tagen wieder ab. Unterstützung und Begleitung können in dieser Zeit sehr entlastend sein.

Babyfreundliches Krankenhaus

Eine Klinik mit besonderen Standards für Stillförderung, Bonding und bindungsorientierte Betreuung. Dazu gehören unter anderem Hautkontakt nach der Geburt, Rooming-in und Stillunterstützung.

Babymassage

Sanfte Berührungen und Massagegriffe können die Bindung zwischen dir und deinem Baby stärken und euch gemeinsame Ruhe schenken. Viele Babys entspannen sich dadurch sichtbar.

Bauchmuskeltraining in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft stehen vor allem tiefe Bauch- und Rumpfmuskulatur im Fokus. Sehr belastende Übungen wie klassische Sit-ups oder Crunches sind meist weniger sinnvoll. Ein gut abgestimmtes Training kann Haltung, Stabilität und Körpergefühl unterstützen.

Bauchumfang

Der Bauchumfang wird während der Schwangerschaft gemessen und zusammen mit anderen Untersuchungen beurteilt. Er kann Hinweise auf Wachstum und Entwicklung geben. Jeder Schwangerschaftsbauch entwickelt sich individuell.

Beckenboden

Der Beckenboden ist eine wichtige Muskelgruppe im unteren Becken. Er trägt Organe, unterstützt Haltung und Stabilität und spielt eine zentrale Rolle bei Schwangerschaft, Geburt und Rückbildung. Bewusstes Aktivieren und Loslassen des Beckenbodens kann dir im Alltag, unter Geburt und danach sehr helfen.

Beckenboden-Training nach Geburt

Nach Schwangerschaft und Geburt braucht der Beckenboden Zeit, Kraft und gezieltes Training. Rückbildung und Beckenbodenarbeit unterstützen Stabilität, Körpergefühl und Regeneration.

Beckenendlage (Steißlage)

Bei einer Beckenendlage liegt dein Baby mit dem Po oder den Füßen nach unten statt mit dem Kopf. Es gibt verschiedene Möglichkeiten und Begleitungen rund um diese Situation. Eine Beckenendlage bedeutet nicht automatisch einen Kaiserschnitt.

Beikost-Reifezeichen

Anzeichen dafür, dass dein Baby bereit für feste Nahrung wird. Dazu gehören Interesse am Essen, stabiles Sitzen und ein verschwundener Zungenstoßreflex.

Beikoststart

Die aktuelle Empfehlung lautet, Babys etwa sechs Monate ausschließlich zu stillen und anschließend mit Beikost zu beginnen. Wichtig ist dabei nicht nur das Alter, sondern auch die individuellen Reifezeichen deines Babys.

Beleghebamme

Eine freiberufliche Hebamme, die dich während Schwangerschaft und Geburt begleitet und auch in der Klinik an deiner Seite bleibt.

Blasensprung

Das Platzen der Fruchtblase, bei dem Fruchtwasser austritt. Das kann als Schwall oder tröpfchenweise passieren und ist oft ein Zeichen dafür, dass die Geburt beginnt oder bereits begonnen hat.

Blähungen beim Baby

Viele Babys zeigen in den ersten Monaten Unruhe, Weinen oder Schwierigkeiten bei der Regulation. Früher wurde dabei oft von „Blähungen“ oder „Dreimonatskoliken“ gesprochen. Heute wissen wir, dass meist mehrere Faktoren zusammenspielen. Nähe, Rhythmus, Ruhe und Begleitung können euch helfen.

Bluthochdruck in der Schwangerschaft

Ein erhöhter Blutdruck in der Schwangerschaft sollte aufmerksam begleitet werden. Regelmäßige Kontrollen helfen, mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gut zu begleiten.

BLW (Baby-led Weaning)

Eine Form der Beikosteinführung, bei der Babys selbstständig weiche Lebensmittel in Stücken essen, statt gefüttert zu werden. BLW kann mit klassischer Breikost kombiniert werden.

Bonding

Bonding beschreibt die emotionale Verbindung zwischen dir und deinem Baby. Nähe, Hautkontakt, Stillen und gemeinsames Ankommen unterstützen diese Bindung besonders in den ersten Stunden und Tagen nach der Geburt.

BPD (Biparietaler Durchmesser)

Ein Messwert aus dem Ultraschall, der den Querdurchmesser des kindlichen Kopfes beschreibt. Er hilft dabei, Wachstum und Entwicklung deines Babys einzuschätzen.

 

C

Chorionzottenbiopsie

Eine invasive Untersuchung, bei der Gewebe aus der Plazenta entnommen wird, um Chromosomenstörungen festzustellen. Sie ist früher möglich als eine Fruchtwasseruntersuchung, birgt aber ein Fehlgeburtsrisiko.

Clusterfeeding

Phasen, in denen dein Baby besonders häufig und in kurzen Abständen stillen möchte. Das tritt oft abends auf und unterstützt die Milchbildung. Clusterfeeding ist anstrengend, aber meist völlig normal.

CTG (Kardiotokografie)

Ein Untersuchungsverfahren zur Aufzeichnung der kindlichen Herztöne und der Wehentätigkeit. Das CTG wird in Schwangerschaft und Geburtshilfe eingesetzt. Bei unkomplizierten Schwangerschaften ist ein routinemäßiges CTG nicht immer notwendig. In bestimmten Situationen kann es sinnvoll und wichtig sein.

 

D

Dammriss

Ein Einriss des Gewebes zwischen Scheide und After während der Geburt. Dammrisse werden je nach Ausmaß in verschiedene Grade eingeteilt und heilen meist gut aus.

Dammschnitt (Episiotomie)

Ein gezielter Schnitt in den Damm während der Geburt, um die Geburtsöffnung zu erweitern. Heute wird er nicht mehr routinemäßig durchgeführt, sondern nur in bestimmten Situationen.

Dopton (Doppler-Gerät)

Ein Ultraschallgerät, mit dem die Herztöne deines Babys hörbar gemacht werden können. Es wird in der Schwangerschaftsvorsorge eingesetzt.

Doula

Eine nicht-medizinische Geburtsbegleiterin, die Frauen emotional und praktisch während Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett unterstützt. Sie ergänzt die Betreuung durch Hebammen und medizinische Fachpersonen.

Durchschlafen

Von Durchschlafen spricht man meist, wenn ein Baby nachts mehrere Stunden am Stück schläft. Viele Babys brauchen nachts über lange Zeit Nähe, Nahrung oder Begleitung. Das ist entwicklungsphysiologisch normal.

 

E

Eineiige / zweieiige Zwillinge

Eineiige Zwillinge entstehen aus einer befruchteten Eizelle, die sich teilt. Sie sind genetisch identisch und haben immer das gleiche Geschlecht. Zweieiige Zwillinge entstehen aus zwei verschiedenen Eizellen und unterscheiden sich genetisch wie Geschwister.

Einleitung der Geburt

Eine Geburtseinleitung bedeutet, dass Wehen künstlich angeregt werden. Dafür gibt es verschiedene medikamentöse oder mechanische Methoden. Gründe können zum Beispiel eine deutliche Terminüberschreitung oder medizinische Besonderheiten in der Schwangerschaft sein.

Einschlafbegleitung

Die Art, wie du dein Baby beim Einschlafen unterstützt – zum Beispiel durch Nähe, Tragen, Stillen, Bewegung oder Rituale. Begleitung vermittelt Sicherheit und hilft vielen Babys, leichter in den Schlaf zu finden.

Erste-Hilfe-Notfallkurs

Ein Kurs, der Eltern und Bezugspersonen Sicherheit für Notfallsituationen mit Babys und Kindern vermittelt. Themen sind unter anderem Reanimation, Verschlucken, Fieberkrampf oder Pseudokrupp.

Ersttrimesterscreening

Eine Untersuchung zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche zur Einschätzung bestimmter Chromosomenstörungen. Sie kombiniert Ultraschall, Blutwerte und das Alter der Mutter. Das Ergebnis ist keine Diagnose, sondern eine Wahrscheinlichkeitsberechnung.

 

F

Fehlgeburt

Der Verlust eines Babys vor der Lebensfähigkeit außerhalb des Mutterleibs. Fehlgeburten sind medizinisch keine Seltenheit und gleichzeitig für viele Frauen und Familien ein tiefer Einschnitt. Neben der körperlichen Begleitung brauchen viele Eltern auch Raum für Trauer, Orientierung und Abschied.

Fetalstethoskop

Ein mechanisches Hörrohr, mit dem Hebammen die Herztöne des Babys abhören können. Es funktioniert ohne Strom oder Ultraschall und erfordert Erfahrung und Ruhe in der Anwendung.

Folsäure

Ein wichtiges B-Vitamin für Zellteilung und Entwicklung des Nervensystems deines Babys. Die Einnahme wird bereits bei Kinderwunsch und besonders im ersten Schwangerschaftsdrittel empfohlen.

Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)

Eine invasive Untersuchung, bei der Fruchtwasser entnommen wird, um Chromosomenstörungen oder genetische Besonderheiten zu untersuchen. Sie ist mit einem Fehlgeburtsrisiko verbunden.

Fundusstand

Die Höhe der Gebärmutter während der Schwangerschaft. Sie wird bei Vorsorgeuntersuchungen ertastet und dokumentiert und gibt Hinweise auf das Wachstum deines Babys.

Fußreflexzonen-Massage

Eine Massagetechnik, bei der bestimmte Bereiche an den Füßen stimuliert werden. Viele Frauen empfinden sie in Schwangerschaft und Wochenbett als entspannend und unterstützend.

 

G

Geburtshaus

Eine außerklinische Einrichtung, in der Hebammen Geburten begleiten. Geburtshäuser verbinden eine persönliche Atmosphäre mit professioneller hebammengeleiteter Betreuung.

Geburtsposition

Die Haltung, in der du dein Baby gebärst – zum Beispiel im Vierfüßlerstand, in der Hocke, auf der Seite oder im Wasser. Unterschiedliche Positionen können Schmerzen lindern und die Geburt unterstützen.

Geburtsvorbereitungskurs

Ein Kurs zur Vorbereitung auf Geburt, Wochenbett und die erste Zeit mit deinem Baby. Er vermittelt Wissen, Orientierung und praktische Übungen für Körper, Atmung und Geburt.

Gestationsdiabetes

Eine Form von Diabetes, die während der Schwangerschaft auftreten kann. Erhöhte Blutzuckerwerte werden engmaschig begleitet und meist durch Ernährung, Bewegung oder gegebenenfalls Insulin behandelt.

Guthrie-Test

Ein Bluttest beim Neugeborenen, der auf bestimmte Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen untersucht. Er wird meist zwischen dem zweiten und dritten Lebenstag durchgeführt.

 

H

Hausgeburt

Eine Geburt zu Hause, begleitet von einer erfahrenen Hebamme. Für gesunde Frauen mit unkomplizierter Schwangerschaft ist sie eine sichere und selbstbestimmte Möglichkeit, zu gebären.

Hautkontakt (Skin-to-Skin)

Direkter Hautkontakt zwischen dir und deinem Baby direkt nach der Geburt. Er unterstützt Bonding, Temperaturregulation, Atmung und Stillbeginn.

Hb / Ferritin

Blutwerte, die Hinweise auf deinen Eisenhaushalt geben. Niedrige Werte können in der Schwangerschaft zu Müdigkeit, Erschöpfung oder Eisenmangel führen.

Hebamme finden

Viele Familien suchen bereits früh in der Schwangerschaft nach einer Hebamme, da freie Plätze oft schnell vergeben sind. Ein früher Kontakt kann sinnvoll sein.

Hebammenmangel

Der Mangel an Hebammen betrifft viele Regionen in Deutschland. Ursachen sind unter anderem hohe Belastung, schwierige Rahmenbedingungen sowie politische und gesellschaftliche Entwicklungen im Gesundheitssystem.

Hebammengeleiteter Kreißsaal

Ein Bereich im Krankenhaus, in dem Hebammen Geburten eigenverantwortlich begleiten. Ärztliche Unterstützung ist bei Bedarf jederzeit verfügbar.

Hebammen-Ninja (Raica®-Arbeitsweise)

Meine Arbeitsweise basiert auf fünf Hebammen-Ninja-Prinzipien:

  1. Den richtigen Moment erkennen
  2. Wissen, das trägt
  3. Meisterschaft der Verbindung
  4. Schutz durch Klarheit
  5. Viele Wege, ein Ziel

Diese Prinzipien prägen meine Begleitung in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.

Hebammenstudierende

Studierende im Hebammenstudium, das seit 2020 akademisch organisiert ist. Sie lernen die Begleitung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett in Theorie und Praxis.

Hebammenversicherung

Mit diesem Begriff ist meist die Berufshaftpflichtversicherung von Hebammen gemeint. Hohe Beiträge und schwierige Bedingungen belasten besonders freiberufliche Hebammen seit vielen Jahren.

Hormonspirale

Ein langfristiges Verhütungsmittel, das direkt in die Gebärmutter eingesetzt wird und dort Hormone abgibt. Sie kann grundsätzlich auch in der Stillzeit verwendet werden.

Hüftdysplasie

Eine angeborene Reifungsverzögerung oder Fehlentwicklung des Hüftgelenks beim Baby. Sie wird durch Ultraschall erkannt und früh behandelt, um eine gesunde Entwicklung zu unterstützen.

Hyperemesis gravidarum

Eine schwere Form von Schwangerschaftsübelkeit mit starkem Erbrechen. Sie kann zu Gewichtsverlust und Flüssigkeitsmangel führen und manchmal eine medizinische Behandlung notwendig machen.

 

I

ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion)

Eine Form der künstlichen Befruchtung, bei der ein einzelnes Spermium direkt in die Eizelle eingebracht wird. Sie wird vor allem bei eingeschränkter Spermienqualität eingesetzt.

Inkontinenz

Ungewollter Verlust von Urin oder Stuhl, häufig im Zusammenhang mit Schwangerschaft, Geburt oder einem geschwächten Beckenboden. Gezieltes Training und passende Begleitung können sehr helfen.

Intuition

Die eigene innere Wahrnehmung und das Gefühl dafür, was stimmig ist. Gerade in Schwangerschaft, Geburt und Elternwerden spielt Intuition für viele Frauen eine wichtige Rolle.

IVF (In-vitro-Fertilisation)

Eine Methode der künstlichen Befruchtung, bei der Eizellen außerhalb des Körpers mit Spermien befruchtet werden. Anschließend werden Embryonen in die Gebärmutter eingesetzt.

 

J

Jod

Ein wichtiges Spurenelement für die Schilddrüse und die Entwicklung deines Babys. In Schwangerschaft und Stillzeit ist der Bedarf erhöht.

Jodsubstitution in der Stillzeit

Die zusätzliche Einnahme von Jod während der Stillzeit, um Mutter und Baby ausreichend zu versorgen. Empfehlungen sollten individuell abgestimmt werden.

 

K

Kaiserschnitt (Sectio)

Eine operative Geburt über einen Schnitt in Bauchdecke und Gebärmutter. Ein Kaiserschnitt kann geplant, unter Geburt notwendig oder als Notfall durchgeführt werden. Auch nach Kaiserschnitt brauchen Körper und Wochenbett besondere Aufmerksamkeit und Regeneration.

Känguru-Methode

Intensiver Hautkontakt, bei dem dein Baby nackt auf deiner Brust liegt. Besonders Frühgeborene profitieren davon, aber auch reife Neugeborene.

Kinderwunschbehandlung

Medizinische Unterstützung bei unerfülltem Kinderwunsch – zum Beispiel durch Hormonbehandlungen oder künstliche Befruchtung.

Klinikgeburt

Eine Geburt im Krankenhaus. Je nach Klinik unterscheiden sich Betreuung, Ausstattung und Geburtsphilosophie teilweise deutlich.

Koffein in der Stillzeit

Koffein geht in kleinen Mengen in die Muttermilch über. Viele Babys reagieren auf moderate Mengen unauffällig. Beobachte, wie dein Kind darauf reagiert.

Kolostrum (Vormilch)

Die erste Muttermilch in den ersten Tagen nach der Geburt. Sie ist besonders reich an Antikörpern und optimal auf die Bedürfnisse deines Neugeborenen abgestimmt.

Kolostrumgewinnung

Das vorsichtige Ausstreichen und Sammeln von Kolostrum bereits in der Schwangerschaft. Das kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein, wenn nach der Geburt besondere Unterstützung beim Stillstart erwartet wird.

Kupferspirale / Kupferkette

Langfristige hormonfreie Verhütungsmethoden, die in die Gebärmutter eingesetzt werden. Sie wirken hauptsächlich lokal und verhindern eine Befruchtung.

L

Libido nach Geburt

Das sexuelle Verlangen kann sich nach Schwangerschaft und Geburt verändern. Hormone, Erschöpfung, neue Rollen und körperliche Veränderungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Viele Frauen brauchen Zeit, bis sich Nähe und Lust neu entwickeln dürfen.

Listeriose

Eine bakterielle Infektion, die in der Schwangerschaft gefährlich werden kann. Bestimmte Lebensmittel wie Rohmilchprodukte, rohes Fleisch oder Räucherfisch sollten deshalb vermieden werden.

Lochialstau

Ein Rückstau des Wochenflusses in der Gebärmutter. Er kann Schmerzen, Unwohlsein oder Fieber verursachen und sollte zeitnah hebammenkundlich oder ärztlich begleitet werden.

Low-Level-Lasertherapie

Eine Behandlung mit niedrig dosiertem Laserlicht zur Unterstützung von Heilungs- und Regenerationsprozessen im Gewebe. In meiner Praxis setze ich sie unter anderem bei wunden Brustwarzen, Geburtsverletzungen oder Kaiserschnittnarben ein.

 

M

Mamafitness

Bewegungsangebote speziell für Frauen nach der Geburt. Sie unterstützen Kraft, Stabilität, Körpergefühl und den Wiedereinstieg in Bewegung und Training.

Massagen in der Schwangerschaft

Massagen können in der Schwangerschaft Entspannung fördern, Verspannungen lösen und Momente der Ruhe schaffen. Wichtig ist eine achtsame und fachkundige Begleitung.

Mastitis (Brustentzündung)

Eine Entzündung der Brust, häufig verbunden mit Schmerzen, Rötung und Fieber. Sie entsteht oft aus einem Milchstau und sollte zeitnah begleitet werden.

MBU (Mikroblutuntersuchung)

Eine Blutentnahme aus der Kopfhaut des Babys unter der Geburt, wenn das CTG auffällig ist. Sie hilft einzuschätzen, wie gut das Baby mit Sauerstoff versorgt ist.

Milchbildung

Die Produktion von Muttermilch. Häufiges Stillen, effektives Anlegen, Ruhe und eine gute Begleitung unterstützen die Milchbildung.

Milcheinschuss

Der Übergang von der Vormilch zur reifen Muttermilch – meist einige Tage nach der Geburt. Die Brüste fühlen sich dabei oft voller, wärmer und schwerer an.

Milchstau

Eine schmerzhafte Verhärtung der Brust, wenn Milch nicht gut abfließen kann. Ruhe, häufiges Stillen und passende Unterstützung helfen meist gut weiter.

Minipille

Eine hormonelle Verhütung ohne Östrogen, die auch in der Stillzeit eingesetzt werden kann. Sie sollte möglichst regelmäßig zur gleichen Zeit eingenommen werden.

Missed Abortion (verhaltene Fehlgeburt)

Dabei ist das Baby im Mutterleib verstorben, ohne dass der Körper die Schwangerschaft sofort beendet. Häufig wird dies erst bei einer Untersuchung festgestellt.

 

N

Nackenfaltenmessung

Eine Ultraschalluntersuchung zwischen der 11. und 14. Schwangerschaftswoche. Auffällige Werte können Hinweise auf Chromosomenstörungen geben.

Nachwehen

Kontraktionen der Gebärmutter nach der Geburt. Sie unterstützen die Rückbildung und werden beim Stillen oft stärker wahrgenommen.

Neugeborenen-Gelbsucht (Ikterus)

Eine gelbliche Verfärbung von Haut und Augen bei Neugeborenen durch erhöhtes Bilirubin im Blut. Sie ist häufig und meist vorübergehend. Manche Babys benötigen eine Lichttherapie.

Neugeborenen-Hörscreening

Eine Untersuchung in den ersten Lebenstagen oder -wochen, die überprüft, ob dein Baby gut hört. Früh erkannte Hörstörungen können besser begleitet werden.

NFP (Natürliche Familienplanung)

Eine Methode zur Beobachtung des Zyklus und der fruchtbaren Tage über Körperzeichen wie Temperatur oder Zervixschleim. Sie kann zur Verhütung oder bei Kinderwunsch genutzt werden.

NIPT (Nicht-invasiver Pränataltest)

Ein Bluttest in der Schwangerschaft, der bestimmte Chromosomenstörungen beim Baby einschätzen kann. Er ist risikoarm, ersetzt aber keine endgültige Diagnose.

Nordic Walking

Eine gelenkschonende Ausdauersportart mit Stöcken, die den ganzen Körper einbezieht. In Schwangerschaft und nach Geburt kann Nordic Walking Kraft, Stabilität und Ausdauer unterstützen.

 

O

Ödeme (Wassereinlagerungen)

Flüssigkeitseinlagerungen im Gewebe, besonders an Händen, Füßen und Beinen. Sie treten in der Schwangerschaft häufig auf und sind meist harmlos.

Omega-3 in Schwangerschaft und Stillzeit

Wichtige Fettsäuren für die Entwicklung von Gehirn und Augen deines Babys. Sie kommen unter anderem in fettem Fisch oder Algenöl vor.

 

P

Pädiaterin / Kinderärztin

Eine Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin. Sie begleitet die gesundheitliche Entwicklung deines Kindes und führt die U-Untersuchungen durch.

PDA (Periduralanästhesie)

Eine Form der Schmerzlinderung unter der Geburt. Dabei werden Medikamente über einen Katheter im Rückenmarksbereich gegeben, um Wehenschmerzen zu reduzieren.

Phototherapie (Lichttherapie)

Eine Behandlung mit speziellem Licht bei Neugeborenen-Gelbsucht. Sie unterstützt den Abbau von Bilirubin im Blut.

Pinard-Hörrohr

Ein traditionelles Hörrohr, mit dem Hebammen die Herztöne des Babys abhören. Es funktioniert ohne Technik oder Ultraschall und steht für eine ruhige, direkte Form der Vorsorge.

Plazenta (Mutterkuchen)

Ein Organ, das dein Baby während der Schwangerschaft mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Nach der Geburt wird die Plazenta in der Nachgeburtsphase geboren.

Plazenta-Rituale

Rituale oder persönliche Formen des Abschieds und der Würdigung der Plazenta nach der Geburt – zum Beispiel das Vergraben unter einem Baum oder kreative Erinnerungsformen.

Plazenta-Verwendung als Medizin

Die Verarbeitung der Plazenta zur späteren Einnahme nach der Geburt. Manche Frauen berichten von positiven Erfahrungen für Rückbildung oder Wohlbefinden.

Präeklampsie

Eine ernsthafte Schwangerschaftskomplikation mit erhöhtem Blutdruck und weiteren möglichen Symptomen. Sie erfordert eine engmaschige medizinische Begleitung.

 

Q

Qigong

Eine chinesische Bewegungskunst mit fließenden Bewegungen, Atmung und Konzentration. Qigong kann Körperwahrnehmung, Ruhe und Beweglichkeit fördern.

 

R

Rektusdiastase

Das Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln während der Schwangerschaft. Nach der Geburt kann sich die Bauchmitte durch gezielte Übungen und Rückbildung wieder stabilisieren.

Rohmilchkäse

Käse aus nicht pasteurisierter Milch. In der Schwangerschaft sollte Rohmilchkäse wegen möglicher Listerien vermieden werden.

Rückbildung

Die körperliche Regeneration nach Schwangerschaft und Geburt. Dabei bilden sich Gebärmutter, Bauchmuskulatur, Bänder und Beckenboden Schritt für Schritt zurück.

Rückbildungskurs

Ein Kurs zur bewussten Aktivierung und Stabilisierung von Beckenboden und Körper nach der Geburt. Rückbildung unterstützt Kraft, Haltung und Körpergefühl im Alltag.

 

S

S3-Leitlinie

Die höchste Qualitätsstufe medizinischer Leitlinien in Deutschland. Sie basiert auf wissenschaftlicher Evidenz und dient als Orientierung für medizinische Empfehlungen und Behandlungen.

Saugglocke (Vakuumextraktion)

Ein geburtshilfliches Instrument, das in bestimmten Situationen eingesetzt wird, um die Geburt zu unterstützen. Die Saugglocke wird am Kopf des Babys angesetzt.

Schlafregression

Phasen, in denen Babys vorübergehend schlechter schlafen oder häufiger aufwachen. Sie treten oft im Zusammenhang mit Entwicklungsschritten auf.

Schlafrhythmus

Der individuelle Wach- und Schlafrhythmus deines Babys. Er entwickelt sich in den ersten Lebensmonaten Schritt für Schritt.

Schwangerschaftsbeschwerden

Typische Beschwerden wie Übelkeit, Rückenschmerzen, Müdigkeit oder Wassereinlagerungen gehören für viele Frauen zur Schwangerschaft dazu. Viele Beschwerden lassen sich gut begleiten und lindern.

Schwangerschaftsyoga

Yoga speziell für die Bedürfnisse in der Schwangerschaft. Es verbindet Bewegung, Atmung und Entspannung.

Senkung (Gebärmuttersenkung)

Das Absinken der Gebärmutter durch eine geschwächte Beckenbodenmuskulatur. Beschwerden können durch gezieltes Training verbessert werden.

Sex nach Geburt

Nach der Geburt brauchen Körper, Hormone und Alltag oft Zeit. Wann Sexualität wieder stimmig ist, ist sehr individuell.

SFA (Symphysen-Fundus-Abstand)

Ein Messwert in der Schwangerschaftsvorsorge, der Hinweise auf das Wachstum deines Babys gibt.

sFlt-1 / PlGF-Quotient

Ein Blutwert-Verhältnis zur Einschätzung eines möglichen Präeklampsie-Risikos.

SIDS (Plötzlicher Kindstod)

Der unerwartete Tod eines Säuglings im Schlaf. Rückenlage, rauchfreie Umgebung und sichere Schlafbedingungen gelten als wichtige Schutzmaßnahmen.

Spätes Abnabeln

Das Durchtrennen der Nabelschnur erst nach einigen Minuten, wenn sie auspulsiert ist. Dadurch erhält das Baby zusätzlich Blut und Eisen aus der Plazenta.

Spontangeburt

Eine Geburt, die ohne operative Unterstützung und meist ohne größere medizinische Eingriffe verläuft.

Sport in der Schwangerschaft

Viele Frauen können ihre gewohnte Bewegung auch in der Schwangerschaft weiterführen. Geeignet sind besonders gelenkschonende und gut vertraute Sportarten.

SSL (Scheitel-Steiß-Länge)

Eine Ultraschallmessung im ersten Schwangerschaftsdrittel, bei der die Länge des Babys vom Kopf bis zum Steiß gemessen wird.

Sternenkind

Eine liebevolle Bezeichnung für Babys, die vor, während oder kurz nach der Geburt sterben. Viele Familien empfinden diesen Begriff als würdevoll und verbindend.

Stille Geburt

Ein sensibler Begriff für die Geburt eines Kindes, das bereits im Mutterleib verstorben ist. Für viele Eltern ist dies nicht nur ein medizinisches Ereignis, sondern ein tiefgreifender Abschied.

Stillberaterin

Eine speziell ausgebildete Fachperson für Fragen und Herausforderungen rund ums Stillen. Sie begleitet individuell vom Stillstart bis zum Abstillen.

Stillcafé

Ein offenes Treffen für stillende Familien zum Austausch, für Fragen und Begleitung rund ums Stillen.

Stilltee

Kräutertees, die traditionell zur Unterstützung der Milchbildung genutzt werden. Viele Frauen empfinden sie als wohltuend.

Symphysenlockerung

Eine hormonbedingte Lockerung der Verbindung zwischen den Beckenknochen in der Schwangerschaft. Sie kann Schmerzen beim Gehen oder Bewegen verursachen.

 

T

Tandem-Stillen

Das Stillen von zwei Kindern unterschiedlichen Alters – zum Beispiel eines Neugeborenen und eines älteren Geschwisterkindes.

Tönen

Tiefe Laute und Töne während der Geburt können helfen, Spannung loszulassen und die Wehen zu begleiten. Viele Frauen empfinden Tönen als unterstützend und entlastend.

Totgeburt

Die Geburt eines Kindes ohne Lebenszeichen – vor oder während der Geburt, sofern das Geburtsgewicht mindestens 500 Gramm beträgt oder die 24. Schwangerschaftswoche (SSW) erreicht wurde.
Eltern haben Anspruch auf Mutterschutz, Hebammenbegleitung und eine standesamtliche Registrierung des Kindes.

Toxoplasmose

Eine Infektionserkrankung, die in der Schwangerschaft relevant sein kann, weil sie auf das ungeborene Baby übertragen werden kann. Bestimmte Hygienemaßnahmen und Ernährungsempfehlungen helfen, das Risiko zu reduzieren.

Trageberatung

Unterstützung bei der Auswahl und Anwendung von Tragetuch oder Tragehilfe. Eine Beratung hilft dabei, eine passende und ergonomische Lösung für euch zu finden.

Tragetuch / Tragehilfe

Möglichkeiten, dein Baby nah am Körper zu tragen. Richtig angewendet, unterstützen sie Nähe, Bindung und die ergonomische Haltung deines Babys.

 

U

U1

Die erste Untersuchung deines Babys direkt nach der Geburt. Dabei werden unter anderem Atmung, Gewicht, Länge und der allgemeine Zustand überprüft.

Ultraschall-Untersuchungen

Untersuchungen in der Schwangerschaft zur Kontrolle von Wachstum, Entwicklung und Versorgung deines Babys.

U-Untersuchungen

Vorsorgeuntersuchungen für Kinder von der Geburt bis ins Jugendalter. Sie dienen der Früherkennung und Begleitung der kindlichen Entwicklung.

Urvertrauen

Das grundlegende Gefühl von Sicherheit und Vertrauen, das Babys durch verlässliche Beziehungen und Bindung entwickeln.

Übungswehen

Unregelmäßige Kontraktionen der Gebärmutter in der Schwangerschaft. Sie bereiten den Körper auf die Geburt vor, öffnen aber normalerweise nicht den Muttermund.

 

V

Vegan in Schwangerschaft und Stillzeit

Eine rein pflanzliche Ernährung ist auch in Schwangerschaft und Stillzeit möglich. Wichtig sind gute Planung, Wissen über Nährstoffe und passende Supplementierung.

Verhütung in der Stillzeit

Auch in der Stillzeit ist eine Schwangerschaft möglich. Geeignete Verhütungsmethoden sollten individuell gewählt werden.

Vitamin D in Schwangerschaft und Stillzeit

Vitamin D unterstützt Knochenaufbau und Immunsystem. In Schwangerschaft und Stillzeit kann eine zusätzliche Einnahme sinnvoll sein.

Vitamin-K-Prophylaxe

Die Gabe von Vitamin K an Neugeborene zum Schutz vor seltenen, aber gefährlichen Blutungen.

Vorsorge-Hebamme

Eine Hebamme kann Schwangerschaftsvorsorge eigenständig oder ergänzend zur gynäkologischen Praxis durchführen. Dazu gehören Untersuchungen, Beratung und Begleitung.

 

W

Wassergeburt

Eine Geburt in warmem Wasser, meist in einer Geburtswanne. Viele Frauen empfinden Wasser unter der Geburt als entspannend und schmerzlindernd.

Wehen

Rhythmische Kontraktionen der Gebärmutter, die den Muttermund öffnen und dein Baby durch den Geburtskanal begleiten.

Wehenatmung

Bewusste Atemtechniken während der Geburt. Sie können helfen, Spannung zu lösen und Wehen besser zu begleiten.

Wochenbett

Die ersten sechs bis acht Wochen nach der Geburt. In dieser Zeit regeneriert sich dein Körper, und ihr wachst Schritt für Schritt als Familie zusammen.

Wochenbettbetreuung

Die Begleitung durch eine Hebamme nach der Geburt. Sie unterstützt dich bei Regeneration, Stillen, Fragen rund ums Baby und eurem Alltag als Familie.

 

Wochenbettdepression

Eine depressive Erkrankung nach der Geburt, die professionelle Unterstützung braucht. Sie unterscheidet sich vom Babyblues durch Dauer und Intensität und ist behandelbar.

Wochenfluss (Lochien)

Die Blutung nach der Geburt, mit der sich die Gebärmutter reinigt und zurückbildet. Stärke und Dauer können individuell unterschiedlich sein.

 

Z

Zangengeburt

Eine operative Unterstützung unter der Geburt mit einer Geburtszange (Forceps). Sie wird nur in bestimmten Situationen eingesetzt und erfordert viel Erfahrung.